Was musst du für die mündliche Prüfung können?

Zwei Dinge: Du musst erneut Fachwissen erwerben – und du musst lernen, einen Kurzvortrag vorzubereiten und zu halten. Wie die Prüfung im Detail abläuft, zeigen wir dir in Schritt 5.

›Aktuelles Fachwissen – vor allem Gesetzesänderungen und BFH-Urteile der letzten Monate. Erfahrungsgemäß wird gerade Aktuelles in der mündlichen Prüfung gern abgefragt.
›Vortragstechnik – der Kurzvortrag ist Pflichtbestandteil und prägt den Eindruck bei der Kommission.
›Die Prüfungsfelder nach § 37 Abs. 3 StBerG – neben dem Steuerrecht auch BGB, Berufsrecht, Insolvenzrecht, BWL, VWL und Europarecht.

Die Vorbereitungsformen unterscheiden sich – Fernkurse, Präsenzkurse und Mischformen. Einen Überblick findest du unter Möglichkeiten der Prüfungsvorbereitung.

Wann solltest du beginnen?

Direkt nach dem schriftlichen Examen im Oktober. Das klingt nach Zumutung – gerade hast du drei Klausuren hinter dir, und ob du überhaupt zugelassen wirst, weißt du noch nicht. Das Ergebnis kommt in Baden-Württemberg üblicherweise Anfang Januar, in anderen Bundesländern später.

Genau darin liegt aber die Falle: Wer bis zum Ergebnis wartet, verliert November und Dezember – und muss den gesamten Stoff der außersteuerlichen Gebiete in wenige Wochen quetschen. Die „heiße Phase“ sollte spätestens Anfang Januar laufen, nicht erst beginnen.

Unser Rat: Direkt nach der schriftlichen Prüfung buchen. Du sicherst dir den Platz beim Simulationstag und startest im November in den Grundlagenteil. Das Zulassungsrisiko nehmen wir dir ab: Erfährst du erst nach Kursbeginn, dass du wegen deines schriftlichen Ergebnisses nicht zugelassen wirst, bekommst du 50 % Nachlass auf die Seminargebühr – es genügt das Schreiben der Prüfungsstelle.

Was du sofort selbst tun kannst

Üb Kurzvorträge. Dafür gibt es gute Lehrbücher:

›Der optimale Kurzvortrag: Ihr Profi-Trainer für die mündliche Steuerberaterprüfung – Möllenbeck, Puke, Richter, Walkenhorst, Marx (NWB Verlag)
›Der Kurzvortrag in der mündlichen Steuerberaterprüfung – Fränznick, Grobshäuser (HDS Verlag)
›100 Prüfungsvorträge: 100 ausgewählte Mustervorträge für die mündliche Steuerberaterprüfung – Bischoff, Kieffer (Erich Fleischer Verlag)
›Der mündliche Kurzvortrag – Campenhausen, Liebelt (Schäffer-Poeschel Verlag)

Und: Arbeite gezielt an den Prüfungsfeldern, in denen du dünn aufgestellt bist. Wenn du etwa von BWL, VWL oder Berufsrecht wenig mitbringst, lies vorab ein Lehrbuch. Passendes haben NWB, HDS, Erich Fleischer und Schäffer-Poeschel im Programm.

Worauf du bei der Kursauswahl achten solltest

Am effektivsten bereitest du dich in einem Präsenzkurs vor – vorausgesetzt, er bringt drei Dinge mit:

›Aktueller Teil: Werden wirklich die neuesten Urteile und Gesetzesänderungen behandelt – je Steuerart getrennt?
›Simulationstag: Wird die Prüfung – vor allem der Kurzvortrag – in kleiner Gruppe simuliert, mit praktischen Tipps zur Vortragsweise?
›Prüfungsprotokolle: Bekommst du Zugang zu echten Protokollen aus den Vorjahren?

Unsere Vorbereitung auf die mündliche Prüfung erfüllt alle drei Punkte: Grundlagenteil ab November (hybrid), aktueller Teil im Januar als Abend-Webinare und ein Simulationstag in der Kleingruppe mit drei Dozenten.

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Jetzt buchen – nicht auf das Ergebnis warten

Platz beim Simulationstag sichern, ab November in den Grundlagenteil starten – und falls es mit der Zulassung nicht klappt, 50 % Nachlass.